Senioren WM: 2x Bronze im Halbmarathon-Team - TSV Kronshagen – Turn- und Sportverein von 1924 e.V.
Mitte: Christine Dörscher, rechts: Verena Becker
03.04.2019 | Leichtathletik News

Senioren WM: 2x Bronze im Halbmarathon-Team

Eine Woche waren die Läuferinnen Verena Becker und Christine Dörscher im polnischen Torun (Thorn) an der Weichsel zu den Hallenweltmeisterschaften der Senioren der Leichtathletik. Dabei starteten die beiden ausschließlich in Non-Stadia-Wettkämpfen, d.h. nicht im Stadion/in der Halle, sondern beim Crosslauf im Wald bzw. auf der Straße.
Am Montag 23.3. waren 8km im Wald zu laufen: über Baumwurzeln und Steine dazu immer wieder loser Sand, der insbesondere bei den Bergaufpassagen schwierig zu bewältigen war. Nach den 4 Runden auf für eine WM untypisch anspruchsvoller Strecke kam Christine in 35:51 min auf den 11. Platz in der W40, Verena brauchte 36:29 min und wurde damit 13. in derselben Altersklasse. Beide konnten sich damit in der Mitte des Laufes der Seniorinnen W35-W45 platzieren. In der Mannschaftswertung W40 kamen die Athletinnen zusammen mit Yvonne Brandecker (12.) aus Wernigerode mit 1:15 min Rückstand hinter den Britinnen auf den undankbaren 4. Platz. Mit dem Rennen an sich waren beide zufrieden, konnten doch deutlich stärkere Läuferinnen sich nicht so stark absetzen.
Mittwoch folgte der 10km-Straßenlauf auf einer ziemlich eintönigen Wendepunktstrecke: 5km geradeaus leicht bergan, dann zurück mitten durch die Stadt. Dabei war die eine Hälfte der zweispurigen Ausfallstraßenseite für den Verkehr freigegeben. Neben Abgasen mussten die Läufer auch zwischen abbiegenden Autos hindurch, was nicht immer so ganz glücklich war, die Polizei regelte jedoch engagiert mit einem Großaufgebot den Verkehr. Bei dem Wettkampf war keine Mannschaftswertung vorgesehen. Verena beendete das Rennen in 45:00 min auf dem 9. Platz, Christine feuerte mit viel Spaß die deutsche Mannschaft an.
Samstag war der Tag des Halbmarathons mit gut 500 Läufern. Also liefen wir die 10km-Strecke noch einmal, bloß gut 5km länger, wobei bei km9 in ländlicher Gegend ein deutlicher Anstieg einige Körner verlangte. Christine war brutto 1:33:20 min unterwegs, eine 1:32 wollte sie eigentlich gerne stehen haben. Das bedeutete ein 13. Platz in der Altersklasse, damit war sie wieder in der vorderen Hälfte des Feldes zu finden. Verena musste ihrer derzeit nicht so guten Form Tribut zollen und kam in 1:42:12 min auf den 20. Platz. Beste Deutsche in deren Altersklasse war Anna Izabela Böge (6.) aus Neubrandenburg, mit der die Mannschaft gebildet wurde. Die Wettkampfwoche kam zu einem Happy End: 3. Platz und eine große, schöne und schwere Bronzemedaille wurde ihnen bei der Siegerehrung umgehängt. Das Trio kam 3:13 min hinter Polen ins Ziel, mit komfortablen Vorsprung vor den Britinnen konnten sie diesmal den Spieß umdrehen.
Besonders gut in Erinnerung bleiben uns die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Gastgebernation, eine gute Organisation der Wettkämpfe, sowie die historische Altstadt, die ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Nun heißt es Ausruhen, Sonntag 8 Tage darauf kommt für unsere Beine der nächste Halbmarathon in Freiburg im Rahmen der Deutschen Meisterschaften.

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